Auf dem Weg des Lebens

So wandere ich also auf meinem Weg des Lebens. Nicht stur vor mich hin – manchmal ist auch eine kleine Abzweigung dabei – aber im wesentlichen immer vorwärts. Manch einer begleitet mich auf meinem Weg. Der eine länger, die andere nicht ganz so lange Und immer wieder treffe ich auf weitere Menschenkinder. Nicht jedesmal eine gute Begegnung, aber doch in den meisten Fällen in irgendeiner Weise interessant. Und ich wandere still vor mich hin, als ich ganz plötzlich  SIE erblicke. Ein solch engelsgleiches Wesen, daß es mich fasziniert in ihren Bann zieht. Also trete ich zur Seite und verharre eine Weile, um sie näher zu betrachten. Ein flüchtiger Blick streift mich sanft und lässt mich erzittern. Ich spüre, wie mein Herz laut zu Pochen beginnt und mich in Unruhe versetzt. Ich erfreue mich an diesem wunderbaren Anblick und habe das Gefühl, ihr näher sein zu müssen. Meine Hand zum Gruß erhebend kommt ein flüchtiges ‚Hallo‘ über meine Lippen Doch sie scheint mich nicht zu hören. Ein weiteres Mal erhebe ich meine Stimme und… wieder nicht Also wage ich es und will auf sie zugehen. Aber etwas hält mich zurück. Eine Barriere gleich einer unsichtbaren Mauer, die zwischen uns liegt. Davon unbeeindruckt versuche ich diese zu umgehen. Es gelingt mir nicht, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite… so sehr ich mich auch bemühe. Gleich einem aufgescheuchten Huhn laufe ich hin und her… suche diese Mauer zu überwinden, doch… so sehr ich mich auch anstrenge, es will und will mir nicht gelingen Also versuche ich mich darin, dieses Hinderniss zu untergraben, aber auch das wil mir nicht gelingen. Je tiefer ich auch grabe… endlos scheint sie in der Erde verwurzelt zu sein. Ich halte inne, um zu ihr zu schauen. Und jetzt bemerke ich, wie sie ihren Weg ändert und sich mehr und mehr von mir entfernt. Ich rufe ihr zu… schreie so laut es nur irgend geht, jedoch erhört sie mich einfach nicht Ich flehe zu Gott, er möge mir helfen, sie dazu bewegen von mir Kenntnis zu nehmen Doch auch hier scheitere ich Als letzten Versuch nehme ich Anlauf und will die Barriere mit roher Gewalt einreißen. Immer wieder laufe ich dagegen und hämmere mit den Fäusten auf sie ein… bis ich schließlich erschöpft und mit tränenüberfluteten Wangen auf die Knie sinke und schließlich aufgebe, während sie am Horizont entschwindet. Wieder zur Besinnung kommend, setze ich nach einer Weile der Ohnmacht meinen Weg fort und bemerke dabei, daß nicht nur SIE… nein, auch diese unsichtbare Mauer verschwunden zu sein scheint.

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Eine Antwort zu Auf dem Weg des Lebens

  1. Ju (feelingwords) schreibt:

    ich mag deine Geschichten !!!

    und herzlichen Glückwunsch zu deinem Blog :))

    Lieben Gruß, Ju

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